Von der Ent-Rolexisierung der Branche
Verehrte Leserin,
verehrter Leser,
vielleicht haben Sie es mitbekommen: In Hamburg geht es nun weiter mit einem ehemaligen Vor-zeigeobjekt aus dem Benko-Imperium. Sicher nicht so hoch, vermutlich weniger glamourös. Mit Sicherheit aber eines: realistischer.
Und damit endgültig herzlich willkommen in einer neuen Ära des Immobilienzeitalters. Das Thema höher, schneller, weiter ist passé und nach allem, was wir wissen, kommt es auch so rasch nicht wieder. Dafür sorgen allein schon die Zinsen. Nicht nur, aber auch.
Aber wie sieht es denn aus, das nächste Zeitalter? Nun, es wird sicher wesentlich wohnlicher (muss es auch), es wird noch hybrider, recyclebarer, resilienter und es wird gemessen an einem neuen Realismus (der aber bitteschön nicht zu einem Langweilerimus in der künftigen Architektur führen sollte). Die Währung ist einerseits die Leistbarkeit. Und andererseits die Managebarkeit (schreibt man das so?), soll doch die Immobilie am Ende des Tages auch einen Gewinn abwerfen, der diese Gattung nach wie vor auch attraktiv im starken Anlageumfeld macht.
Ob das zu neuen Höhenflügen führt, darf bezweifelt werden. Ob das zwingend schlecht ist? Nein. Ein gewisser Realismus hat noch nie geschadet. Aber er sollte nicht zu einer allgemeinen Lethar-gie führen. Und wird es auch nicht, denn eins ist sicher: Unsere Branche ist ein Krisenbezwinger. Denn ohne Immobilien unterscheidet uns nichts vom Steinzeitmenschen. Und das kann ja keiner ernsthaft wollen.
Bis zur nächsten Ausgabe und bleiben Sie gesund!
Ihr Stefan Stüdemann
Die IMHO! | Eine Kolumne von Stefan Stüdemann
Die IMHO! Eine Kolumne von Stefan Stüdemann erscheint regelmäßig im FondsForumMagazin. Das monatliche Fachmagazin für die institutionelle Immobilienwirtschaft erhalten Sie kostenfrei über die Website des FondsForum.
